Kleiner Jagdschein soll kommen!
Eine Revolution bezüglich der Jagdschein-Prüfungs-Verordnung steht kurz bevor. Neben dem kleinen Waffenschein soll es künftig auch eine kleine Schwester des Grünen Abiturs geben. Ausbildungszeitraum: nur zwei Tage! Wir haben mit dem zukünftigen Minister über die Pläne gesprochen.

Lange Ausbildungszeit zu großes Hindernis
Viele Jagdscheinanwärterinnen und -anwärter müssen aktuell noch lange darauf warten, bis sie endlich bewaffnet durch Feld und Flur streifen können. Einige Jagdschulen bieten nach entsprechender Vorbereitungszeit zwar schon jetzt das Grüne Abitur binnen 14 Tage an, doch das scheint einigen immer noch nicht schnell genug zu sein. Die neue Bundesregierung plant daher die Einführung des kleinen Jagdscheins (Kosten-Staffelung im Link unten).
Ziel dabei sei, möglichst viele Jägerinnen und Jäger im Land und auf der Fläche zu produzieren. Denn: "Jägerinnen und Jäger verbringen sehr viel Zeit in ihren Revieren. Da sie sich sowieso schon um das Beseitigen von verunfalltem Wild kümmern, können sie sich künftig noch mehr für das Gemeinwohl einsetzen und die Straßen- und Wegeränder von unachtsam weggeworfenem Müll befreien", erklärt Marc Schnöder (DAU), künftiger Minister für intelligente Infrastruktur, sein Vorhaben. Das spare in Anbetracht der avisierten Milliarden-Kredite und Neuverschuldungen des Landes eine Menge Geld, denn der Straßenbaulastträger hätte bezüglich der steigenden Personalkosten im Niedriglohnsektor hart zu kämpfen. "Personalsparen bedeutet Kostensparen", so der designierte Minister.
Ausstattung für den kleinen Jagdschein
Damit sie aber auch das Gefühl haben, ein Stück weit echte Jäger zu sein, dürften Besitzer des kleinen Jagdscheins als besonderen Anreiz nach einem zweitägigen Crashkurs im Ordnungsamt auch jeweils eine Flinte erwerben und führen. "Die sind ja nur auf kurze Entfernung gefährlich, da kann man keinen großen Schaden erwarten. Und es sorgt in diesen unruhigen Zeiten auch wieder für ein besseres Sicherheitsgefühl der Bevölkerung", so Schnöder weiter. Ebenfalls gehöre künftig zur Pflichtausstattung der Jagdausübungsberechtigten eine Grundausrüstung zur Müllbeseitigung. Diese koste regulär 9.199€, für Pächterinnen und Pächter aber lediglich 8.999€. Fällig werde dieser Pflichtkauf künftig bei jeder Neuverpachtung aller Reviere. Möglich macht diesen Sparpreis der Schwager von Schnöder, dem ein deutschlandweiter Fachhandel für eben dieses Equipement gehört.
Schnöder: "Der Gedanke kam mir nach einer langen Plenars-Sitzung in meinem Audi S8L gegen 2 Uhr morgens, nachdem mir die Reste meines Fresspaketes einer großen amerikanischen Fastfood-Kette versehentlich aus dem geöffneten Fenster meiner Limo geflogen sind. Bei über 200km/h weiß man ja nicht mehr genau, wo das passiert ist und so geht es bestimmt ganz vielen. Ein abruptes Halten und Aufsammeln hätte den Straßenverkehr empfindlich gestört." Kruze Zeit später sei er dann an einem Wildunfall vorbeigekommen, an dem ein Jäger ein zu Matsch gefahrens Reh aufsammelte. Schnöder abschließend: "Da hätte er auch gleich die paar Kilometer zurücklaufen und den Müll mitnehmen können."